USB-Ladeleistung einfach erklärt: von 5 W bis 240 W
Die USB-Ladeleistung in Watt ergibt sich aus Spannung mal Strom: 5 V mal 2,4 A sind 12 W, 20 V mal 3,25 A sind 65 W. Klassisches USB-A arbeitet fast immer mit 5 V und kommt so auf höchstens rund 12 W pro Port. USB-C mit Power Delivery erhöht die Spannung und erreicht 20 W bis 100 W, in der neuesten Stufe bis 240 W. Angaben wie „3,4 A gesamt“ bei Steckdosenleisten meinen den Strom aller USB-Ports zusammen, bei 5 V also 17 W.
Auf einen Blick
- Formel
- Watt = Volt × Ampere
- USB-A typisch
- 5 V, bis 12 W
- USB-C PD
- bis 100 W, PD 3.1: 240 W
- „3,4 A gesamt“
- = 17 W
Inhalt
Volt, Ampere, Watt: die Grundlagen
Drei Größen bestimmen, wie schnell ein Gerät über USB lädt, ob am Ladegerät oder an einer Mehrfachsteckdose mit USB. Die Spannung in Volt (V) ist der elektrische „Druck“. Der Strom in Ampere (A) ist die Menge, die fließt. Die Leistung in Watt (W) ist das Produkt aus beiden und das, was am Ende zählt. Ein Akku lädt doppelt so schnell, wenn doppelt so viel Leistung ankommt, solange die Ladeelektronik des Geräts das zulässt.
Früher wurde die Leistung über den Strom gesteigert: von 0,5 A bei USB 2.0 bis 2,4 A bei typischen USB-A-Ladegeräten. Höhere Ströme erfordern aber dickere Leitungen und erzeugen Wärme. Moderne Schnellladeverfahren erhöhen deshalb die Spannung. Bei 20 V reichen 3 A für 60 W, bei 5 V wären dafür 12 A nötig. Deshalb liefern USB-C-Ports mit hoher Leistung immer auch höhere Spannungen.
Ein zweiter Unterschied: Die Watt-Angabe der USB-Ports bezieht sich auf die Ausgangsseite. Das Netzteil in der Leiste nimmt aus dem 230-V-Netz etwas mehr auf, weil bei der Umwandlung Verluste entstehen. Diese Verluste werden zu Wärme im Gehäuse.
USB-Standards und ihre Leistung
Die Tabelle fasst zusammen, welche Leistung die verbreiteten Standards und Verfahren liefern. Die Werte sind Höchstwerte, die nur erreicht werden, wenn Ladegerät, Kabel und Gerät dasselbe Verfahren beherrschen.
| Standard oder Verfahren | Spannung | Strom | Max. Leistung |
|---|---|---|---|
| USB 2.0 (Datenport) | 5 V | 0,5 A | 2,5 W |
| USB 3.x (Datenport) | 5 V | 0,9 A | 4,5 W |
| Battery Charging 1.2 | 5 V | 1,5 A | 7,5 W |
| Verbreitete USB-A-Ladeports | 5 V | 2,1–2,4 A | 10,5–12 W |
| USB-C ohne PD | 5 V | 1,5 oder 3 A | 7,5 oder 15 W |
| USB Power Delivery | 5, 9, 15, 20 V | bis 3 A (5 A mit E-Marker-Kabel) | 60 W (100 W) |
| USB PD 3.1 EPR | bis 48 V | bis 5 A | 240 W |
Daneben gibt es herstellerspezifische Verfahren wie Qualcomm Quick Charge, die bei USB-A-Ports die Spannung auf 9 V oder 12 V anheben. Sie funktionieren nur mit Geräten, die das jeweilige Verfahren unterstützen. PPS (Programmable Power Supply) ist ein Teil von Power Delivery, der die Spannung in feinen Stufen regelt und von manchen Smartphones für ihre schnellste Ladestufe genutzt wird. Wie du einen USB-C-Port mit PD richtig auswählst, erklärt der Ratgeber Mehrfachsteckdose mit USB-C.
Angaben auf Steckdosenleisten lesen
Auf Verpackungen und Gehäusen stehen oft mehrere Zahlen. Die folgenden Beispiele zeigen, wie du sie übersetzt.
- „USB 5 V ⎓ 3,4 A“ oder „3,4 A gesamt“: Alle USB-Ports teilen sich 17 W. Mit einem Smartphone allein bekommt es bis zum Port-Maximum, meist 2,4 A. Mit zwei Geräten teilen sie sich die 3,4 A.
- „USB-C PD 20 W“: Der USB-C-Port liefert per Power Delivery bis zu 20 W, meist als 9 V und 2,22 A.
- „65 W max.“ oder „65 W total“: Diese Leistung gibt es meist nur an einem Port, wenn kein anderer belegt ist. Ein Beispiel für so eine Leistungsklasse beschreibt Steckdosenleiste mit 65 W USB-C PD.
- „5 V ⎓ 3 A, 9 V ⎓ 2,22 A, 12 V ⎓ 1,67 A“: Liste der Spannungsstufen, die der Port anbietet. Jede Stufe ergibt rund 15 bis 20 W.
- „16 A / 3.680 W max.“: Das ist die Belastbarkeit der Schuko-Steckdosen, nicht der USB-Ports. Was du daran anschließen darfst, prüfst du mit dem Belastungsrechner unter Sicherheit von Mehrfachsteckdosen.
Rechentrick: Steht nur die Ampere-Angabe bei USB-A, multiplizierst du sie mit 5. So wird aus „2,1 A“ eine Leistung von 10,5 W. Bei USB-C mit PD steht die Leistung fast immer direkt in Watt da.
Was die Ladeleistung begrenzt
Die tatsächliche Leistung ist immer das Minimum aus Ladegerät, Kabel und Gerät. Die schwächste Stelle bestimmt das Tempo.
- Kabel: USB-C-Kabel ohne E-Marker übertragen höchstens 3 A, also 60 W bei 20 V. Lange oder dünne Kabel verursachen Spannungsverluste, und manche Geräte schalten dann auf eine niedrigere Stufe.
- Gerät: Ein Smartphone, das maximal 25 W aufnimmt, lädt an einem 65-W-Port nicht schneller als an einem 25-W-Port.
- Akkustand und Temperatur: Ab etwa 80 Prozent drosseln die meisten Geräte die Leistung. Wird der Akku warm, regelt das Gerät ebenfalls herunter.
- Aufteilung: Mehrere Geräte an derselben Leiste teilen sich die Gesamtleistung.
- Wärme in der Leiste: Wird das Netzteil zu heiß, reduziert es die Ausgangsleistung. Effiziente GaN-Bauteile mildern das, mehr dazu unter GaN-Steckdosenleiste.
Lädt ein Gerät trotz passender Angaben auffällig langsam, gehst du die Ursachen im Beitrag USB-Steckdosenleiste lädt langsam der Reihe nach durch.
Welche Leistung du brauchst
| Gerät | Sinnvolle Leistung pro Port | Anschluss |
|---|---|---|
| Kopfhörer, Smartwatch, Fitness-Tracker | 5–10 W | USB-A oder USB-C |
| Smartphone | 20–30 W | USB-C mit PD |
| Tablet | 20–45 W | USB-C mit PD |
| Office-Notebook | 45–65 W | USB-C mit PD |
| Leistungsstarkes Notebook | 100 W und mehr | USB-C mit PD und 5-A-Kabel |
Rechne für die Leiste die Werte aller Geräte zusammen, die gleichzeitig laden sollen, und plane etwas Reserve ein. Wer ein Notebook über USB-C laden möchte, findet die Details unter Laptop über USB-C-Steckdosenleiste laden. Und bedenke: Auch ohne angeschlossenes Gerät verbraucht das USB-Netzteil ein wenig Strom, wie USB-Steckdosenleiste im Standby zeigt.
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Häufige Fragen
Kann ein zu starkes USB-Ladegerät mein Handy beschädigen?
Nein. Das Gerät nimmt nur so viel Strom auf, wie es verträgt, und bei Power Delivery wird die Spannung vorher ausgehandelt. Ein 65-W-Port lädt ein Smartphone deshalb nicht schneller als dessen eigenes Maximum.
Was bedeutet mAh im Zusammenhang mit Ladeleistung?
Milliamperestunden geben die Kapazität eines Akkus an, nicht die Ladeleistung. Wie lange das Laden dauert, hängt von der Kapazität und von der gelieferten Leistung in Watt ab.
Warum steht bei USB-A oft nur eine Ampere-Angabe?
Weil USB-A-Ports meist fest mit 5 V arbeiten. Die Leistung ergibt sich dann direkt aus 5 V mal Ampere, zum Beispiel 5 V mal 2,4 A gleich 12 W.